INTERESSANTES

Hier teilen wir eine Auswahl aktueller Beiträge und Informationen rund um die Themen Essstörungen, Körpervielfalt und psychischer Gesundheit im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen.

Intuitives Essen als Weg aus der Essstörung?

 
“Janina hat Anorexie und ist durch Social Media auf das Anti Diät Konzept aufmerksam geworden. Daraufhin hat sie alle Ernährungsregeln fallen lassen. Das hat gar nicht funktioniert und danach ging es ihr viel schlechter als vorher. Jetzt will sie intuitivem Essen nochmal eine Chance geben und wir begleiten sie dabei.”
 
Eine interessante Doku vom Funk-Format “reporter”, die der Frage nachgeht, wo Chancen und Grenzen des Intuitiven Essens bei Essstörungen liegen.

Warum sind Kommentare zu Körpern nicht okay?

 

„Einen Körper zu kommentieren oder zu bewerten, ist eine Grenzüberschreitung. Selbst dann, wenn es nett gemeint ist. Es betont, dass der Wert einer Person sich am Aussehen bemisst. Aber alle Menschen haben das Recht, sich in ihrer eigenen Haut wohlzufühlen. Und in Ruhe gelassen zu werden“.
Warum wir jegliche Kommentare zu Körpern unterlassen sollten, erklärt Paula Lambert in der Schule gegen Sexismus.

Die grüne Schleife

 

Sie ist das internationale Symbol für eine Gesellschaft, die offen und tolerant mit psychischen Erkrankungen umgeht. Seelische Leiden betreffen uns alle und dürfen kein Tabuthema mehr sein: Fast jeder Dritte erkrankt in Deutschland im Zeitraum eines Jahres an einer psychischen Erkrankung. Aus diesem Grund hat das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit die Initiative Grüne Schleife ins Leben gerufen. Jeder, der die Grüne Schleife trägt, setzt ein Zeichen für Akzeptanz und gegen Ausgrenzung.

Weitere Informationen bekommen Sie hier.

Teilnehmende gesucht für Masterarbeit Hochschule Stralsund bis Ende August 2022

Frau Veronika Graß läd Sie herzlich zur Teilnahme an meiner
Onlineumfrage zur Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen bei Essstörungen ein.
Auch wenn Sie bisher keine Leistungen genutzt haben, können Sie an dieser Umfrage teilnehmen!
Ziel der Onlineumfrage ist es, Art und Häufigkeit von Versorgungsleistungen, die von Betroffenen genutzt werden, zu erfassen.

Bei Interesse erfahren Sie hier mehr!

Teilnehmende gesucht für Masterarbeit TU Chemnitz bis August 2022

 

Einschlusskriterien
– Diagnose einer Anorexia nervosa
– Alter 10-21 Jahre oder 50+ Jahre
– weibliches Geschlecht

 

Ablauf der Studie
– Erhebung sozidemographischer Daten mit vollkommener Anonymisierung
– FKAN – Fragebogen zum Körperbild bei Anorexia nervosa
– FEK – Fragebogen zur Einstellung zum eigenen Körper

 

Zielsetzung der Studie
– Herausstellen von Unterschieden der Entwicklung einer Körperbildstörung im Altersvergleich
– ggf. Rückschlüsse für Hypothesen zur Entstehung der Körperbildstörung
– Implikationen für die Praxis, Anpassung der Therapie einer Körperbildstörung

 

Risiken
– Zur Minimierung des Ansteckungsrisikos einer Sars-CoV-2-Infektion erfolgt die Erhebung gemäß den AHA+L+A-Regelungen Möglichkeiten der Teilnahme
– Sie erhalten durch mich persönlich oder eine von mir bestimmt dritte Person die Fragebögen
– Sie erhalten die Fragebögen postalisch mit einem frankierten Rücksendeumschlag und füllen die Unterlagen Zuhause aus.

 

Sollten Sie sich während oder nach der Beantwortung der Fragen unwohl fühlen, kontaktieren Sie mich gerne oder nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Therapeuten/Ihrer Therapeutin auf, diese informiere ich gerne über mein Forschungsvorhaben.

 

Vielen Dank für Ihre Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Celina Lühmann

master_luehmann@gmx.de

“Männlich und essgestört”

 

“Magersucht, Binge-Eating oder Bulimie – „Essstörungen sind eine Frauenkrankheit!“, heißt es immer wieder. Über Essstörungen bei Männern wird hingegen kaum gesprochen. Mit diesem Tabu räumt Y-Kollektiv Reporter Tim Schrankel auf.”
 
Diese spannende Dokumentation des Y-Kollektiv zu Essstörungen bei Männern bietet Einblicke in unterschiedliche Erscheinungsformen von Essstörungen bei Männern.

“Iss doch, was du willst!”

Wir empfehlen euch den Podcast “Iss doch, was du willst!”. In diesem Podcast von Dr. Antonie Post werden so spannende und wichtige Themen behandelt wie Manipulation durch die Diätkultur, Intuitiv essen in der Schwangerschaft, Gewichtsdiskriminierung, Körperakzeptanz und viele, viele mehr. Wir finden: Reinhören lohnt sich!

Ist nur schlank gesund?

“Rund und gesund – regelmäßige Bewegung ist wichtiger, als nach einem niedrigen Gewicht zu streben. (…) Fett kann auch auch fit bedeuten, und gesunde, sportliche Körper gibt es in allen Größen und Formen.” Dieser SZ-Artikel von Werner Bartens gibt wissenschaftliche Antworten auf die Frage, ob nur ein schlanker Körper ein gesunder Körper sein kann. Es sei schon einmal so viel verraten: Die Antwort ist Nein. (Der vollständige Text ist leider nur im SZ-Abo verfügbar.)

 

Wie fettfeindlich ist unsere Sprache?

Wir möchten Euch den Podcast „Fette Gedanken“ von Charlotte Kuhrt empfehlen! Charlotte Kuhrt ist Körperaktivistin und arbeitet unter anderem als Plus Size Model. In dieser Podcast-Folge  geht es um die Macht unserer Sprache, vor allem um Worte wie „Übergewicht“ und „Fett“. Charlotte Kuhrt erläutert, wie Sprache uns einschränken, aber auch befreien kann. Außerdem wird darüber gesprochen, wie wir über uns selbst und die Körper fremder Menschen sprechen und warum es unser ganzes Selbstbild verändert, wenn wir aufhören, Körper zu kommentieren.

 

Diabulimie: Essstörung und Diabetes

“Essstörungen und Typ-1-Diabetes treten gehäuft gemeinsam auf. Besonders schwierig zu erkennen ist die Diabulimie, Hinweis kann jedoch eine unerwartet schlechte Diabeteseinstellung sein. Psychiater und Ernährungsmediziner Professor Dr. Thomas Huber beleuchtet im Gespräch mit der diabetes zeitung die Hintergründe der Erkrankung und erklärte, welche Patienten man genau im Blick haben sollte.”



Body Positivity oder Body Neutrality?

“Die Idee hinter Body Positivity setzt voraus, dass wir unseren Körper lieben. Das ist ein ziemlich hohes Ziel. (…) Body Neutrality bricht unseren Körper auf das herunter, was er ist: unsere Hülle. Wir müssen sie nicht lieben, lediglich akzeptieren, dass wir in ihr stecken und wertschätzen, was sie für uns leistet und wozu sie uns befähigt. Wir dürfen unseren Körper unschön oder schön finden, er definiert uns aber nicht. Erst unser Charakter zeichnet uns wirklich aus.”
In diesem Kommentar von Edition F hinterfragt Milena Zwerenz das Konzept der Body Positivity und plädiert für die realitätsnahe Body Neutrality.

 

Genesung und Rückfälle in Zeiten von Corona

„Im Laufe der Jahre musste ich meine Perspektive auf Genesung ändern. (…) Genesung bedeutet zu erkennen, dass ich die Kontrolle über meine Entscheidungen habe, selbst wenn die Magersucht anklopft und um eine weitere Chance bittet. Während Corona öffnete ich die Tür einen Spalt, schloss sie aber schließlich wieder.“
In diesem englischsprachigen Artikel der New York Times  berichtet Mallary Tenore Tarpley von ihrem Genesungsprozess und dem corona-bedingten Wiederauftreten ihrer Essstörungssymptomatik.

 

Essstörungen im Alter

„Aber magersüchtig sind doch nur junge Mädchen – oder?“
Um diese Frage geht es in diesem Interview mit Martina de Zwaan, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen. Aufgrund von Chronifizierung, Wiederauftreten oder verstärkter Manifestation im Alter sind auch zunehmend ältere Menschen von Essstörungen betroffen. Dadurch steigt der Bedarf an passenden Behandlungsangeboten für diese Altersgruppe.

 

Gesellschaft als Nährboden für Essstörungen

„Die Entstehung einer Essstörung ist komplex. Aber die gesellschaftlichen Zusammenhänge sind der Nährboden dafür”, sagt die Kinder- und Jugendpsychiaterin Dagmar Pauli. Wie dieser Nährboden entsteht und was sich gesellschaftlich ändern müsste, darüber wurde in diesem Interview von Edition F gesprochen .

 

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